Das Bild „ICH BIN“ – Ein neues Experiment
Das Bild „Ich bin“ ist mein 34. Werk und zugleich ein neues Experiment mit Farbe, Schrift und Oberfläche.
Nach zahlreichen gegenständlichen und abstrakten Arbeiten wollte ich etwas ausprobieren, das sich gestalterisch deutlich von meinen bisherigen Bildern unterscheidet. Die Idee: Buchstaben werden selbst zum Bildträger. Sie sollen nicht einfach nur ein Wort bilden, sondern Farbe, Bewegung und unterschiedliche Strukturen sichtbar machen.
Farbe bekommt Buchstaben
Den Anfang machte eine grau-silberne Grundierung. Anschließend entwickelte ich die Buchstaben I, C, H sowie B, I und N und brachte sie auf der Leinwand in Position.
Was zunächst nach einer relativ einfachen Idee klingt, erwies sich beim Abkleben als echte Herausforderung. Die einzelnen Buchstaben mussten ausgeschnitten, ausgerichtet und sorgfältig abgeklebt werden, damit ihre Formen erkennbar blieben und gleichzeitig genügend Raum für die Farbe entstand.
In den Buchstaben begegnen sich schließlich kräftige Farben, unterschiedliche Spuren und lebendige Strukturen. Pink, Grün, Blau, Gelb und weitere Farbtöne bilden einen Kontrast zur zurückhaltenden silbernen Umgebung.
Dabei war mir wichtig, dass die Buchstaben nicht wie glatt gedruckte Schrift wirken. Ihre farbigen Flächen sollten die Lebendigkeit meiner Malerei behalten.
Silber, Licht und drei goldene Punkte
Auch der Hintergrund entwickelte während des Malprozesses seine eigene Wirkung. Das Grau und Silber bilden einen ruhigen Gegenpol zu den farbintensiven Buchstaben. Je nach Lichteinfall verändert sich das Erscheinungsbild der Oberfläche.
Bei direktem Licht treten die Farben besonders deutlich hervor. Aus einem anderen Blickwinkel wird dagegen die silberne Umgebung stärker wahrnehmbar. Das Bild verändert seinen Ausdruck, ohne dass sich an ihm selbst etwas verändert.
Drei goldene Punkte unterhalb der Buchstaben bilden den Abschluss. Ursprünglich hatte ich dafür Blattgold vorgesehen. Da das Ergebnis nicht meinen Vorstellungen entsprach, entschied ich mich schließlich für goldene Acrylfarbe.
Manchmal führt ein Umweg eben zu einer Lösung, die besser zum eigenen Werk passt.
Ein Wort als Ausgangspunkt
„Ich bin“ ist bewusst knapp gehalten. Zwei Wörter, die für sich stehen und dennoch Raum für unterschiedliche Gedanken lassen.
Für mich war dieses Bild vor allem eine Gelegenheit, eine neue gestalterische Sprache auszuprobieren. Ich wollte erfahren, wie sich Buchstaben mit meiner bisherigen Malerei verbinden lassen und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben.
Das Ergebnis ist ein Bild, das Schrift und Malerei zusammenführt, ohne sich auf eine reine typografische Gestaltung zu beschränken.
Und vielleicht ist genau das der Anfang von etwas Neuem.
Denn dieses Experiment soll nicht allein stehen. Ich möchte weitere Bilder entwickeln, in denen Wörter und Buchstaben eine Rolle spielen und auf ganz unterschiedliche Weise Teil der Gestaltung werden.
Bild 34 – „Ich bin“ ist damit nicht nur ein abgeschlossenes Werk, sondern auch der Beginn einer neuen Richtung innerhalb meiner künstlerischen Arbeit.
Zwei Worte, die Wirklichkeit prägen
„Ich bin“ – zwei Worte, die zu den mächtigsten Worten im Universum gehören.
Denn mit ihnen beschreiben wir nicht nur, was ist. Wir treffen eine Aussage über uns selbst, über unser Sein und darüber, wie wir uns in der Welt verstehen. Worte sind Träger von Informationen. Sie vermitteln Gedanken, erzeugen Vorstellungen und beeinflussen, wie wir uns selbst und unsere Wirklichkeit wahrnehmen. In diesem Sinne können Worte weit mehr sein als bloße Beschreibungen: Sie können zum Ausgangspunkt dessen werden, was wir in unserem Leben verwirklichen.
Was hinter diesen beiden Worten steckt und welche Bedeutung sie für unser Denken, unser Bewusstsein und unser Menschsein haben, habe ich in einem ausführlichen Essay aus der Reihe „Auf ein Wort“ näher betrachtet.
Wer tiefer in diesen Gedanken eintauchen möchte, findet dort weitere Perspektiven und Denkanstöße.
AUF EIN WORT
Ich bin – die Macht zweier Worte
Was bedeutet es eigentlich, wenn wir sagen: „Ich bin“? Welche Vorstellungen über uns selbst tragen wir in uns, und wie prägen unsere Worte unser Denken, unser Bewusstsein und unsere Wirklichkeit?
Ein Essay über Worte, Identität, Bewusstsein und die Kraft unserer Aussagen.
Bildinformationen
Titel: Bild Ich bin – wenn Buchstaben zu Bildern werden | Bild #34
Künstler: Merlinori
Status: Original verfügbar 🟢
Technik: Acryl auf Keilrahmen-Leinwand
Größe: 40 x 50 cm
Entstehungsjahr: Oktober 2026
Signiert: Ja
Kategorie: Bilder, Wortbilder
Serie: Einzelwerk
GALERIE
Bild Ich bin: Galerie des fertigen Bildes
Coming soon …
Bild #34 Bild Ich bin – Titelbild an der Wand hängend 1
Bild #34 Bild Ich bin – Titelbild an der Wand hängend 1
Bild #34 Bild Ich bin – Titelbild an der Wand hängend 2
Bild #34 Bild Ich bin – Titelbild an der Wand hängend 2
Bild Ich bin – Titelbild an der Wand hängend von links aufgenommen
Bild Ich bin – Titelbild an der Wand hängend von links aufgenommen
GALERIE DETAILBILDER
Bild Ich bin: Galerie der Detailausschnitte
Coming soon …
Der Entstehungsprozess – Making of Galerie
Coming soon …
Dieses Original ist verfügbar.
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